Lokalnachrichten MIX 101, Freitag, 03. Februar 2012
• Auch im Januar hat sich der kanarische Arbeitsmarkt nicht beruhigt, denn im ersten Monat des neuen Jahres haben weitere 8.400 Canarios im erwerbsfähigen Alter ihren Job verloren. Mit einer Arbeitslosenquote von fast 32 Prozent sind die Kanaren nahezu Spitzenreiter aller 271 EU-Regionen. 88.000 der etwa 274.000 arbeitslosen Canarios erhalten keinerlei staatliche finanzielle Hilfe, sie leben von ihrem Vermögen oder werden durch die Familie unterstützt.
• Wegen der anhaltenden Sanierungsmaßnahmen der öffentlichen Haushalte wird sich auch die kanarische Regierung von zahlreichen Staatsbetrieben trennen und diese privatisieren. 21 Unternehmen in öffentlicher Hand sollen verkauft, 14 weitere umstrukturiert werden. Unter anderen sind betroffen sind Hecansa, die Restaurants und Hotels zur Ausbildung betreiben, sowie der regionale Fernsehsender Televisión Canarias.
• Pro Einwohner erzielten die kanarischen Kommunen im Jahr 2009 Einnahmen durch Steuern und Gebühren von 424 Euro, der niedrigste Wert aller spanischen Regionen. Zum Vergleich: Auf den Balearen kassierten die Stadtkämmerer stolze 690 Euro pro Bürger.
• Über ein Jahr lang war der Strand von Meloneras nur zum Sonnenbad geeignet. Der Zugang zum Meer war durch einen großen Wall aus Steinen nahezu unmöglich. Die Steine waren bereits im September 2010 bei einem Sturm angeschwemmt worden. Nun endlich haben Bagger der Stadt Maspalomas mit Genehmigung der spanischen Küstendirektion die Steine abgetragen, es kann wieder gebadet werden.
• Wieder einmal sind die Touristiker von Gran Canaria sauer auf das spanische Fremdenverkehrsamt, Turespana. Deren Büro in den Niederlanden hat einen Werbeprospekt veröffentlicht, in dem der Strand von Anfi auf Gran Canaria einfach Teneriffa zugeordnet wurde. Es sind keine Einzelfälle, immer wieder beobachten Politiker und Touristiker unserer Insel solche Fehler zugunsten der Nachbarinsel Teneriffa, und keiner glaubt mehr an bedauerliches Versehen, man vermutet Absicht.
• Zu weit hatte sich der Inselpräsident von Gran Canaria Miguel Bravo de la Laguna aus dem Fenster gelehnt, als er im Januar auf der internationalen Tourismusmesse FITUR in Madrid verkündete, Superstar Bruce Springsteen gäbe am 15. Mai ein Konzert in Las Palmas. Zwar gab es Verhandlungen mit dem Tourneeveranstalter, aber sicher war noch gar nichts. Der Termin erscheint auch nicht auf der Homepage des Rockstars. Offenbar werden aber immer noch Gespräche über ein mögliches Live- Konzert im Mai auf Gran Canaria geführt, vielleicht haben die Fans ja Glück, und der „Boss“ kommt doch noch auf unsere Insel.
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