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Lokalnachrichten MIX 101, Mittwoch, 01. Februar 2012

Wie schon mehrfach berichtet hat die spanische Fluggesellschaft Spanair am vergangenen Freitag ihren Flugbetrieb wegen Zahlungsunfähigkeit eingestellt. Am Montag wurde beim zuständigen Gericht in Barcelona der Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Spanair schuldet seinen Gläubigern 300 Millionen Euro. Hauptgläubiger sind die skandinavische SAS, die Spanair gegründet hatte, und die autonome Region Katalonien, zuletzt größter
Anteilseigner. Über 2.000 Mitarbeiter, darunter 350 Piloten, bangen nun um ihre Arbeitplätze. Auf den Kanaren sind 160 Arbeitsplätze betroffen. Inzwischen haben Iberia und Vueling angekündigt, ihre Frequenzen zu den Kanaren zu erhöhen, um den Ausfall der Spanair auszugleichen. Der irische Billigflieger Ryanair macht die spanische Regierung mitverantwortlich für die Pleite, denn die Flughafengebühren seien in Spanien viel zu hoch.

• Etwa 650.000 Canarios lebten 2010 unter der Armutsgrenze, das sind 31 Prozent der gesamten Bevölkerung der Inselgruppe von knapp über 2,1 Millionen. Die Armut wird nach Vorgaben der EU ermittelt. Arm sind diejenigen, deren Haushalt weniger als 60 Prozent der durchschnittlichen Haushaltseinkommen zur Verfügung hat.

• Aguaviva, wörtlich übersetzt lebendes Wasser, so nennen die Spanier die besonders an Badestränden ziemlich ungeliebten Quallen. Eine regelrechte Invasion der Medusen gibt es derzeit an den Stränden von Playa del Inglés. Die Mitarbeiter der Strandreinigung haben am Montag über 100 Kilogramm gestrandete Quallen aufgelesen. Nur ein Badegast musste wegen der schmerzhaften Stiche vom Roten Kreuz behandelt werden. Auf der
Nachbarinsel Fuerteventura wurde in Puerto del Rosario ein ganzer Strand wegen der Invasion der Quallen gesperrt.

• Selten sind sich kanarische Regierung, Inselregierung, Kommunen und Unternehmer so einig wie beim Thema Start- und Landegebühren auf den kanarischen Airports. Um die Airlines zu animieren, mehr Kapazitäten zu den Kanaren anzubieten, wurden für zusätzliche Flüge die Gebühren stark reduziert. Diese Subvention hat die neue Regierung in Madrid aber per 1. Januar eingestellt, und die Canarios protestieren. Profitiert haben von
der Maßnahme nicht die Fluggesellschaften, die teilweise seit 40 Jahren mit vielen wöchentlichen Frequenzen zu der Inselgruppe fliegen, sondern nur diejenigen, die ihre Anzahl von Flügen aufgestockt haben oder die Kanaren erstmalig anflogen. Immerhin hat die Subvention den spanischen Steuerzahler im vergangenen Jahr 19 Millionen Euro gekostet.

• Gegen die Stimmen der Opposition hat der Stadtrat der Nachbargemeinde Mogán
vergangene Woche ein Rauchverbot auf allen Stränden der Kommune beschlossen. Auch wurde ab sofort ein nächtliches Badeverbot im Meer erlassen, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne. Diese Verbote hielten nicht lange. Am Montag kippte Bürgermeister Francisco Gonzales beide Beschlüsse, will aber an den Stränden zukünftig rauchfreie Zonen etablieren.

 

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